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Notruf 122
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Chronik

 

Die FF-Krühub kann auf eine über 100-jährige
Entwicklungsgeschichte zurückblicken. In der alten Aufzeichnung wird von einer
Feuerwehrspritze berichtet, die schon um 1880 in einem Nebengebäude des
Krühubergutes eingestellt war. Im Jahre 1906 veranlasste der verheerende Brand
in Guntendorf die Bewohner den Antrag auf die Gründung einer organisierten
Feuerwehr zu stellen.

 

 

Die gründende Versammlung berief man am 24.Mai 1907
ein. Als Wirkungsbereich wurde der Schulsprengel der Volksschule Krühub
festgelegt.

 

Zum ersten Kommandanten wählte die Versammlung
Johann Obermayr vlg. Obergastberger.

 

Er nahm die Einteilung in aktive und unterstützende
Mitglieder vor, welche 2 Kronen Mitgliedsbeitrag zu leisten hatten. Die
Wagenhütte des Krühubergutes diente weiterhin als Zeughaus für die
Handdruckspritze.

 

 

1911 übernahm Johann Mayr vlg. Lindlbauer das
Kommando. Der erste Weltkrieg führte zwischen 1914 und 1918 zu einer stark
eingeschränkten Aktivität der FF-Krühub. Zahlreiche Mitglieder wurden
rekrutiert. Auch Kommandant Mayr musste an die Front, von wo er nicht mehr
zurückkehrte. 1919 entschloss man sich zur Neuwahl und legte das Kommando in die
Hände von Georg Mayr vlg. Pellendorfer. Unter seiner Leitung ging man an den Bau
des ersten Zeughauses. Am 7.Jänner 1923 war die Planung abgeschlossen und am
Anfang April des Jahres konnte mit dem Bau begonnen werden. Dazwischen hatte man
sich bemüht, durch eine große Sammelaktion die notwendigen Mittel aufzubringen.
Insgesamt war 5.374kg Hafer im Wert von je 2000 Kronen vor allem von der
Bevölkerung der Umgebung gespendet worden. Dadurch konnte das Zeughaus schon
nach einem Monat Bauzeit fertiggestellt werden. Der Bescheidenheit der damaligen
Zeit entsprechend, erfolgte die Einweihung am 12.Mai 1923 "ohne jedwede
Festlichkeit". Schließlich waren auch von den 17.409.656 Kronen Gesamtbaukosten
noch 3.823.633 Kronen Schulden offen geblieben.

 

 

1937 wurde als 4. Kommandant Ignaz Schreiner vlg.
Kaiser angelobt. Ein wesentlicher Ausrüstungsfortschritt konnte 1938 durch den
Ankauf der Motorspritze, einer 2-Takt-Zweizylinder Rosenbauer, erreicht werden.
Die dramatisch politische Veränderung dieses Jahres führte auch bei den
Ortsfeuerwehren zu einer Umstellung. Sie wurden am 10.Juni 1938 zu einer
Gemeindefeuerwehr zusammengelegt. Die FF-Krühub bestand weiter als Löschzug
Krühub. Erst nach mehr als 10-jähriger Unterbrechung wurde die Wehr unter dem
Kommandanten Schreiner wieder für selbständig erklärt. Am 20.Jänner 1953 konnte
ein einachsiger Traktoranhänger als Spritzwagen in den Dienst gestellt werden.
Ab 1955 erfolgte die Alarmierung mit einer Sirene.

 

 

Am 1.März 1959 verstarb Kommandant Ignaz Schreiner.
Zu seinem Nachfolger wurde Albert Obermayr vlg. Krühuber gewählt. Als 5.
Kommandant sorgte er 1963 für die Inbetriebnahme des Telefons. Nach 36
Dienstjahren musste die Motorspritze ersetzt werden. Die neue VW – Rosenbauer
konnte am 26.Juli 1964 ihrer Bestimmung übergeben werden. Einen großen
Entwicklungsschritt bedeutete der Ankauf des ersten Feuerwehrautos. Am
9.November 1966 wurde ein VW-Bus der FF-Krühub übergeben. Die Einführung eines
Funkgerätes erfolgte 1970.

 

 

Mitte der 70er Jahre wurde das VW-Löschfahrzeug
durch einen Chevrolet Berglandfahrzeug ersetzt. Auch das alte Zeughaus konnte
die gestiegenen Anforderungen trotz der 1968 erfolgten Renovierung nicht mehr
erfüllen. So begann man im Mai 1979 nach langwieriger Beratung mit dem Neubau.
Unter Mithilfe des Bauhofes der Marktgemeinde Kremsmünster errichteten die
Feuerwehrmänner ein zweckmäßiges und zukunftssicheres Gebäude. Sämtliches
Bauholz spendeten die Waldbesitzer der Umgebung, sodass Kommandant Obermayr, der
die meisten Arbeitsstunden auf  der
Baustelle verbrachte, auch Dank der Geld- und Sachspenden von der Bevölkerung
und Unternehmen die Baukosten niedrig halten konnte. Nach 2-jähriger Bauzeit
weihte Abt DDr. Albert Bruckmayr am 5.Juli 1981 im Rahmen eines zweitägigen
Feuerwehrfest das Zeughaus ein.

 

 

Die gestiegenen Anforderungen verlangten nach der
Einrichtung einer Atemschutzgruppe. Dafür musste 1982 ein gebrauchtes Fiat –
Kleinlöschfahrzeug als Rüstwagen umgebaut werden. Darin wurde auch das neue
Notstromaggregat untergebracht.

 

 

Nach rund 25 arbeitsreichen Jahren legte Kommandant
Albert Obermayr das Amt zurück. Auf Grund seiner großen Verdienste wurde er
gemeinsam mit seinem Stellvertreter Franz Schreiner zum Ehrenkommandanten
ernannt.

 

 

Als 6. Kommandant übernahm Alfred Spernbauer vlg.
Rothaider die Leitung der FF-Krühub. Unter seiner Führung galt es, das
inzwischen untauglich gewordene Rüstfahrzeug zu ersetzen. Die speziellen
Erfordernisse des Feuerbereiches ließen ein Tanklöschfahrzeug am geeignetsten
erscheinen. Nach schwierigen Verhandlungen und großem Finanzierungsproblem
gelang es ein TLF 2000 Pegasus anzukaufen. Damit ist die FF-Krühub für
zukünftige Aufgaben bestens gerüstet.

 

 

Dank der Tatkraft der Kommandanten, der
Einsatzfreude der Mietglieder, der Unterstützung durch die Markgemeinde und
Bevölkerung und der Führung durch Abschnitts- und Bezirkskommandos hat sich die
FF-Krühub von bescheidenen Anfängen zu einer überaus schlagkräftigen Feuerwehr
entwickelt.