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13.11.2012, Verkehrsunfall mit radioaktiven Stoffen

„Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ lautete das Einsatzstichwort am Di, 13.November 2012 bei der diesjährigen, von OAW Ing. Reinhold STIENITZKA vorbereiteten, Strahlenschutzlehrübung.
Nach Eintreffen des Kommandofahrzeugs mit Einsatzleiter HBI Gerhard BRUCKNER am Gelände der Wirtschaftshof - Außenstelle Gablonzerstraße stellte sich folgende Lage dar:
Zwei PKW waren zusammengestoßen, wobei einer als Gefahrguttransport der Klasse 7 (= Radioaktive Stoffe) gekennzeichnet war.
Sofort wurde ein ca. 30m umfassender Absperrbereich eingerichtet und die Kräfte des Strahlenschutzstützpunktes Kremsmünster nachalarmiert, ein Mann unter schweren Atemschutz wurde zur Lageerkundung zu den verunfallten
Fahrzeugen geschickt. Dabei wurde festgestellt, dass sich jeweils eine Person in den Fahrzeugen befindet, wobei die Person im Gefahrguttransporter nur Bewusstlos und nicht eingeklemmt und die Person im zweiten Fahrzeug schwach bei Bewusstsein und eingeklemmt war. Der Atemschutzmann barg die Transportpapiere des Gefahrguttransporters und rettete die bewusstlose Person mittels Rautekgriff aus der Gefahrenzone.
Nach Beurteilung der Ladepapiere und Rücksprache mit dem anrückenden Strahlenschutztrupp, wobei festgestellt wurde das es sich um einen festen umschlossenen Strahler handelt, wurde der Entschluss zur Notrettung der eingeklemmten Person gefällt und dem KRF Kremsmünster befohlen, um die zweite Person so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Person wurde aus dem Fahrzeug mittels hydraulischem Rettungssatz befreit und sofort aus der Gefahrenzone verbracht.
Die Eingesetzten Mannschaften und die Verletzen wurden an der Entstrahlungsstelle (DEKO-Platz) am Rande des Absperrbereichs gesammelt und vom mittlerweile eingetroffenen Strahlenschutztrupp auf Kontamination überprüft. Da
keine Kontamination festgestellt werden konnte, wurde der Trupp mit dem Auftrag nach der höchsten Ortsdosisleitung und der Absperrgrenze für Einsatzkräfte zu suchen auf einen Spürweg gebracht.
Als höchste Ortsdosisleistung wurden 30µSv/h festgestellt, aufgrund dieses Messwertes wurde die aufgenomme Dosis der eingesetzten Mannschaft und der Verletzten abgeschätzt, die Werte lagen weit unter 10µSv, welche als Grenze bei
Übungen gilt, damit waren keine weiten Maßnahmen zu ergreifen.
Nachdem alle betroffen Personen versorgt waren, wurde mit der Suche des Strahlers begonnen, dieser war infolge des Unfalls aus seinen Transportbehälter gefallen, mit Einsatz der Teleskopsonde wurde er hinter dem Gefahrenguttransporter
aufgefunden und wieder in den Transportbehälter verbracht. Nach einen abschließenden Kontrolle der Einsatzstelle, wurden der Mannschaft noch die Gerätschaften und Arbeitsweisen eines Strahlenschutztrupps erläutert und die Übungen gegen 2045 Uhr beendet.
Im Übungseinsatz befanden sich:
KDO Kremsmünster
KRF Kremsmünster
TLF Kremsmünster
MTF Kremsmünster mit Strahlenschutztrupp
mit insgesamt 18 Mann.
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